Am gestrigen Sonntagmittag traf unsere Herrenmannschaft im ersten Heimspiel des Kalenderjahres auf die Zweitvertretung der SG Markoldendorf/Ellensen. Die Ausgangssituation in der Tabelle war für uns sehr vielversprechend, da der lange Zeit punktgleiche Verfolger aus Imbshausen am Wochenende zuvor bei der 1:3-Niederlage in Elvershausen wichtige Punkte im Aufstiegskampf hatte liegen lassen und wir dem Zweitplatzierten somit nun drei Zähler voraus waren. Gleichzeitig erhöhte dies für das gestrige Spiel den Druck zu siegen, zumal es sich bei den Gästen um keinen Geringeren als den Tabellendritten handelte. Das Hinspiel in Ellensen im vergangenen August konnte Langenholtensen im einen hitzigen Spiel mit 5:3 knapp für sich entscheiden. TSV-Chefcoach Mick Röseler mahnte seiner Spieler eindringlich, dass jedes der kommenden Spiele nun ein Endspiel sei, um die entscheidenden Schritte in Richtung Meisterschaft zu gehen. Für die schwere Aufgabe gestern stand ein breiter Kader von 19 Mann zur Verfügung. Durch die Partie leitete der Unparteische Steffen Geismann.
Geismann pfiff pünktlich um 15 Uhr an. Es begann sofort eine extreme Druckphase von Langenholtensen, die den Gästen aus Ellensen kaum Luft zum Atmen ließ. Unsere Mannschaft lieferte in den ersten 20 Minuten eine bärenstarke Vorstellung ab und erspielte sich Chancen über Chancen. Gleichzeitig stand die Viererkette stabil. Einzig Tore wollten nicht fallen: Moschanin, Jerke, Quentin und Hundertmark kamen immer wieder zu beinahe hundertprozentigen Torchancen, konnten das Leder aber nicht im Tor unterbringen. Maxim Bayer scheiterte nach einem starken Kopfball infolge eines Eckstoßes am Gebälk. Der Ball wollte einfach nicht ins Tor.
Etwa ab der Hälfte des ersten Durchgangs ließ unsere Drangphase nach und die Spielanteile der Gäste stiegen. Vor allem ihre großen und schnellen Angreifer schafften es zunehmend, unsere Hintermannschaft in Schwulitäten zu bringen, wenngleich sich daraus zunächst keine wirklich gefährlichen Torchancen ergaben. Ein Abstimmungsfehler unserer Viererkette nach einem langen Ball aus der gegnerischen Abwehr heraus führte dann jedoch dazu, dass das Leder in den Lauf von Stürmer Leon Ebbighausen „durchrutschte“ und dieser das schmeichelhafte 1:0 für Ellensen erzielen konnte (32.). Das war dann auch der Halbzeitstand.
In der Kabinenansprache ermutigte Coach Röseler seine Jungs dazu, jetzt nicht den Faden zu verlieren, sondern die Köpfe hochzuhalten und trotz des Rückstandes an den Sieg zu glauben. Und tatsächlich ließ sich unsere Mannschaft vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Schon relativ kurz nach dem Anpfiff wurde Daniel Quentin nach starker Balleroberung im Mittelfeld auf die Reise geschickt und stellte auf 1:1 (53.), womit nun alles wieder offen war. Die Zuschauer sahen von nun an ein nicht unbedingt mehr schön anzusehendes Spiel mit vielen Halbchancen auf beiden Seiten und viel Hin und Her ohne wirklich zählbare Aktionen. Außerdem ergossen sich immer wieder heftige Platzregen über Langenholtensen, was für die Akteure auf dem Feld auch keine wirklich angenehmen Verhältnisse darstellte.
Als nach 90 Minuten alles schon nach einem Unentschieden aussah, startete unser TSV einen letzten Angriff. Durch geschicktes Nachsetzen im gegnerischen Strafraum provozierte Finn Gropengießer dabei einen irregulären Rückpass eines gegnerischen Verteidigers zum Torwart. Schiri Geismann entschied auf indirekten Freistoß im Fünfer. Das war unsere wohl letzte Chance zum Siegtreffer.
Während sich Dennis Moschanin und Denis Iskam das Spielgerät zurecht legten, platzierten sich alle Ellenser Spieler auf der Torlinie, um den Einschlag des Balles im Netz zu verhindern. Schließlich gab Geismann das Spiel frei. Iskam legte kurz für Moschanin ab, der legte sich den Ball noch einmal selbst vor und schob diesen dann clever an der blauen Wand vorbei ins linke untere Toreck (90.+1). Spiel gedreht, 2:1! Für alle Spieler, Trainer, Betreuer und Fans der TSV Langenholtensen gab es nun kein Halten mehr, alle stürmten auf den Platz und feierten den späten Siegtreffer.
Trainer Mick Röseler zeigte sich im Anschluss stolz auf seine Mannschaft und die harte Willensleistung, die sie gezeigt hatte. Dass man trotz des Rückstandes und mit dem ständigen Druck im Nacken, hier möglichst gewinnen zu müssen, am Ende auch tatsächlich als Sieger vom Platz ging, zeugt von guter Moral und gibt uns Auftrieb für die kommenden Aufgaben. Das nächste Spiel findet am kommenden Wochenende statt. Am Sonntag, den 06.04. empfangen wir zur typischen Anstoßzeit um 15 Uhr die Reserve der SG Höckelheim/Sudheim, die derzeit auf Rang 5 stehen. Siegen bleibt Pflicht. Wir freuen uns über zahlreiche Zuschauer.
TSV Langenholtensen
SG Markoldend./Ellensen 2
2. Kreisklasse 2 · 14. Spieltag